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WatchGuard IPSec VPN Client für Windows – Fernzugriff einrichten und lizenzieren

Der WatchGuard IPSec Mobile VPN Client verbindet Windows-Notebooks sicher mit dem Firmennetz – per IPSec oder IKEv2, mit eingebauter Firewall und einer Lizenz, die nicht abläuft. Wir lizenzieren und richten ihn ein – und sagen Ihnen, warum wir für den Fernzugriff IPsec empfehlen und welchen Client wir bevorzugen.

Was der WatchGuard IPSec Mobile VPN Client ist

Der WatchGuard IPSec Mobile VPN Client ist eine VPN-Software für Windows, mit der sich Notebooks aus dem Homeoffice, dem Hotel oder dem Mobilfunknetz verschlüsselt mit dem Firmennetz hinter einer Firebox verbinden. Entwickelt wird er von NCP engineering aus Nürnberg; WatchGuard vertreibt ihn unter eigenem Namen und liefert ihn passend zur Firebox aus.

Das kann der Client:

  • IPSec und IKEv2 in einer Oberfläche. Klassische Mobile-VPN-with-IPSec-Profile und – seit Client-Version 15.19 und Fireware 12.11.1 – auch Mobile VPN with IKEv2.
  • Eingebaute Firewall. Der Client bringt eine eigene Firewall mit, die das Notebook in fremden Netzen zusätzlich abschirmt.
  • Profile zum Import. Die Firebox erzeugt die Verbindungsprofile; Nutzer müssen keine Parameter von Hand eintragen.
  • Aktuell gepflegt. Mit Fireware 2026.2 hat WatchGuard im März 2026 eine neue 64-Bit-Version auf Basis von NCP 15.33 veröffentlicht.

Es gibt den Client auch für macOS, dort allerdings nur für IPSec, nicht für IKEv2. Unser Schwerpunkt ist die Windows-Version.

Drei Wege ins Firmennetz – und wann welcher passt

Die Firebox bietet für den Fernzugriff mehrere Verfahren. Unsere Empfehlung ist eindeutig: IPsec, mit einem eigenen Client statt der Bordmittel des Betriebssystems. Die Tabelle zeigt alle Wege, die Begründung folgt darunter.

VerfahrenClientLizenzkosten für den ClientStärkenGrenzen
Mobile VPN with IKEv2Im Betriebssystem enthalten (Windows, macOS, iOS)KeineKeine Zusatzsoftware, modernes ProtokollZertifikat und Profil müssen verteilt werden; der Windows-eigene Client bietet wenig Komfort
Mobile VPN with SSLWatchGuard Mobile VPN with SSL ClientKeineEinfache Installation, TLS-Verbindung kommt auch durch restriktive NetzeEigene Client-Software, andere Technik als die Standortverbindungen
IPSec Mobile VPN ClientWatchGuard IPSec Mobile VPN Client (NCP)Lizenz pro Nutzer, einmaligIPSec und IKEv2, integrierte Firewall, komfortable Bedienung, Profile zum ImportKostenpflichtig; IKEv2 nur unter Windows; auf die Firebox zugeschnitten
IPsec mit dem LANCOM Advanced VPN ClientR&S®LANCOM Advanced VPN Client (NCP), Windows und macOSLizenz pro Arbeitsplatz, dauerhaftIPsec, verbindet sich mit der Firebox ebenso wie mit LANCOM-Routern; integrierte Firewall; unter Windows IPsec over HTTPS für Netze, die IPsec blockierenKostenpflichtig
Stand September 2026. Welche Verfahren auf Ihrer Firebox aktiv sein sollten, legen wir im Konzept fest – nicht benötigte Verfahren schalten wir ab.

Warum wir IPsec bevorzugen

IPsec setzt auf der Netzwerkebene an: Es verschlüsselt und authentifiziert jedes IP-Paket zwischen Notebook und Firmennetz, ganz gleich, welche Anwendung es erzeugt hat. SSL/TLS-VPNs setzen eine Ebene höher an und sichern die Verbindungen von Anwendungen zum VPN-Gateway. IPsec schützt damit umfassender – und es ist dasselbe Verfahren, mit dem wir auch Standorte verbinden: eine Technik, ein Regelwerk, weniger Sonderfälle.

Mobile VPN with SSL richten wir deshalb nur noch als begründete Ausnahme ein. IKEv2 mit dem im Betriebssystem eingebauten Client ist zwar ebenfalls IPsec, bietet aber wenig Komfort, keine eigene Firewall und macht die Verteilung von Profilen und Zertifikaten aufwendiger.

Unsere Empfehlung: der LANCOM Advanced VPN Client

Als IPsec-Client setzen wir bevorzugt den R&S®LANCOM Advanced VPN Client ein. Er stammt wie der WatchGuard-Client aus der Entwicklung von NCP, arbeitet nach dem IPsec-Standard und verbindet sich mit der Firebox ebenso wie mit LANCOM-Routern. Das ist der entscheidende Vorteil: ein Client für alle Gegenstellen – auch wenn in Ihrem Netz beide Hersteller im Einsatz sind oder später dazukommen. Den Client gibt es für Windows und macOS; unter Windows kommt die Verbindung per IPsec over HTTPS auch aus Hotel- und Gastnetzen, die klassisches IPsec blockieren.

Den WatchGuard IPSec Mobile VPN Client richten wir weiterhin ein, wenn er bei Ihnen bereits im Einsatz ist oder Ihr Fernzugriff ausschließlich auf Fireboxen endet und Sie bei einem Hersteller bleiben wollen.

Unabhängig vom Verfahren begrenzt das Firebox-Modell die Zahl gleichzeitiger Verbindungen: fünf bei der T115-W, 25 bei der T125, 50 bei der T145 und 100 bei der T185 und M295. Die Übersicht aller Modelle steht auf der Seite Firebox-Modelle.

Lizenzierung: pro Nutzer, ohne Ablaufdatum

  • Eine Lizenz pro Nutzer. Jeder Arbeitsplatz, auf dem der Client läuft, braucht eine eigene Lizenz.
  • Kein Abonnement. Laut WatchGuard läuft eine Lizenz für den IPSec Mobile VPN Client nicht ab und gilt für jede Version des Clients. Updates des Clients kosten also nichts extra.
  • Einzeln oder im Paket. Neben Einzellizenzen gibt es Volumenlizenzen für 10 oder 50 Plätze. Sie werden über einen Lizenzserver verteilt, sodass nicht jeder Nutzer eine Seriennummer eintippen muss.
  • Unabhängig von der Security Suite. Die Client-Lizenz ist nicht Teil der Basic Security Suite. Umgekehrt läuft der VPN-Zugang auch dann weiter, wenn die Security Suite abläuft – neue Firmware gibt es dann allerdings nicht mehr, siehe Lizenzverlängerung.

Wir liefern die Lizenzen und übernehmen auf Wunsch die Aktivierung und Verteilung.

So richten wir den Client ein

  1. Firebox vorbereiten. Mobile VPN with IPSec oder IKEv2 einrichten, Benutzergruppen festlegen, Anmeldung anbinden – an die Benutzerdatenbank der Firebox oder an Ihr Active Directory.
  2. Freigaben festlegen. Welche Netze und Dienste erreicht eine Gruppe? Der Vertrieb braucht selten dasselbe wie die Buchhaltung.
  3. Tunnelmodus entscheiden. Entweder läuft der gesamte Verkehr über die Firma – dann schützt die Firebox auch das Surfen im Homeoffice, belastet aber den Firmenanschluss – oder nur der Verkehr ins Firmennetz. Beides hat seine Berechtigung; wir entscheiden es mit Ihnen.
  4. Profile erzeugen und verteilen. Die Firebox erzeugt das Profil; bei IKEv2 gehört ein Zertifikat dazu. Verteilt wird über Ihre Softwareverteilung oder durch uns.
  5. Testen – von außen. Jede Verbindung prüfen wir aus einem fremden Netz, etwa über Mobilfunk, nicht aus dem Büro.
  6. Kurzanleitung. Eine Seite für Ihre Mitarbeitenden: verbinden, trennen, was tun, wenn es nicht geht.

Voraussetzungen und Kompatibilität

  • Windows. Welche Windows-Versionen der Client unterstützt, führt WatchGuard in der Kompatibilitätsliste der jeweiligen Fireware-Versionshinweise. Wir prüfen vor jedem Rollout, welche Client-Version zu Ihren Geräten und Ihrer Firebox passt.
  • IKEv2. Mit dem IPSec Client ab Version 15.19 und Fireware ab 12.11.1. AES-GCM mit 192 Bit wird in dieser Kombination nicht unterstützt.
  • macOS. Der Client für macOS setzt macOS 11 oder neuer voraus und unterstützt nur IPSec.
  • Firebox. Ein unterstütztes Modell mit aktueller Fireware und genug freien mobilen VPN-Tunneln.

VPN-Zugänge sind ein bevorzugtes Angriffsziel

Die beiden kritischen Firebox-Schwachstellen des Jahres 2025 (CVE-2025-9242 und CVE-2025-14733) steckten im IKEv2-Dienst der Firebox, nicht im Client. Sie zeigen aber, dass jeder Dienst, der aus dem Internet erreichbar ist, gepflegt werden muss. Für Fernzugänge heißt das:

  • Fireware aktuell halten – dafür braucht die Firebox einen gültigen Support.
  • Nur die VPN-Verfahren aktivieren, die tatsächlich genutzt werden.
  • Anmeldung mit einem zweiten Faktor absichern.
  • Keine Sammelzugänge; jeder Nutzer hat eigene Zugangsdaten.
  • Zugänge ausgeschiedener Mitarbeitender sofort sperren.

Mehr zu Aufbau und Pflege einer Firewall steht auf unserer Seite Firewall für Unternehmen.

Weiterführend

Häufige Fragen

Ist der WatchGuard IPSec VPN Client kostenlos?

Nein. Der IPSec Mobile VPN Client braucht eine Lizenz pro Nutzer, die allerdings nicht abläuft. Kostenlos wären der WatchGuard-Client für Mobile VPN with SSL und IKEv2 mit dem im Betriebssystem eingebauten Client. Wir empfehlen trotzdem einen lizenzierten IPsec-Client – bevorzugt den LANCOM Advanced VPN Client, der sich mit der Firebox und mit LANCOM-Routern verbindet.

Läuft die Lizenz des IPSec VPN Clients ab?

Nein. Laut WatchGuard läuft eine Lizenz für den IPSec Mobile VPN Client nicht ab und gilt für jede Version des Clients. Es handelt sich um eine einmalige Anschaffung pro Nutzer, nicht um ein Abonnement.

Unterstützt der IPSec VPN Client IKEv2?

Ja, unter Windows. Voraussetzung sind der WatchGuard IPSec Mobile VPN Client ab Version 15.19 und Fireware ab Version 12.11.1. Das Profil samt Zertifikat wird auf der Firebox erzeugt und in den Client importiert. Die macOS-Version des Clients unterstützt IKEv2 nicht.

Funktioniert der Client auch unter macOS?

Ja, es gibt eine macOS-Version, die macOS 11 oder neuer voraussetzt. Sie unterstützt allerdings nur IPSec und kein IKEv2. Für Macs empfehlen wir deshalb den LANCOM Advanced VPN Client, den es ebenfalls für macOS gibt und der sich auch mit der Firebox verbindet.

Wie viele Mitarbeitende können sich gleichzeitig verbinden?

Das begrenzt das Firebox-Modell: Laut Datenblatt sind es fünf mobile VPN-Verbindungen bei der T115-W, 25 bei der T125, 50 bei der T145 und 100 bei der T185 und der M295. Die größeren Rackmount-Modelle schaffen mehrere hundert bis zweitausend. Dazu kommt die Bandbreite des Internetanschlusses in der Firma.

Warum empfiehlt SSP IPsec statt SSL-VPN?

Weil IPsec umfassender schützt. Es sichert auf der Netzwerkebene jedes IP-Paket zwischen Gerät und Firmennetz, während ein SSL/TLS-VPN die Verbindungen von Anwendungen zum Gateway absichert. Zudem nutzen wir IPsec auch für die Verbindung von Standorten, sodass im Netz eine einheitliche Technik arbeitet. SSL-VPN richten wir nur noch als begründete Ausnahme ein.

Was ist der Unterschied zum LANCOM Advanced VPN Client?

Beide Clients stammen aus der Entwicklung von NCP und arbeiten mit IPsec. Der WatchGuard IPSec Mobile VPN Client ist auf die Firebox zugeschnitten. Der LANCOM Advanced VPN Client verbindet sich mit LANCOM-Routern und ebenso mit der Firebox – deshalb empfehlen wir ihn: ein Client für alle Gegenstellen, auch in Netzen mit beiden Herstellern.

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