Hersteller & Technologien

LANCOM

LANCOM Netzwerke in Berlin – VPN, Router und WLAN

Standorte verbinden, Mitarbeitende von unterwegs sicher ins Netz holen, WLAN aufbauen, das auch bei voller Halle trägt: Wir planen, liefern und betreiben diese Technik mit Geräten von LANCOM – seit dem 1. Juli 2026 firmiert der Hersteller als Rohde & Schwarz Networks and Cybersecurity. An den Geräten ändert das nichts.

Aus LANCOM Systems wird Rohde & Schwarz Networks and Cybersecurity

Am 25. Juni 2026 hat der Hersteller angekündigt, was zum 1. Juli 2026 wirksam wurde: Die LANCOM Systems GmbH und Rohde & Schwarz Cybersecurity sind zur Rohde & Schwarz Networks and Cybersecurity GmbH zusammengeführt worden, kurz R&S Networks and Cybersecurity. Sitz ist Würselen bei Aachen, rund 500 Mitarbeitende arbeiten an sechs Standorten – neben Würselen in Hamburg, Karlsruhe, Köln, Berlin und München. Die Geschäftsführung liegt bei Constantin von Reden und Robert Mallinson, die das Unternehmen schon vorher gemeinsam geführt haben.

Für Sie als Anwender ist die wichtigste Nachricht die unspektakulärste: LANCOM bleibt als Produktmarke erhalten. Die Geräte heißen jetzt R&S®LANCOM, das Betriebssystem heißt weiterhin LCOS, und der Vertrieb läuft weiterhin über Partner wie uns. Ihr Router im Rack weiß nichts von der Umfirmierung und muss es auch nicht.

Was sich derzeit tatsächlich ändert

Was umgestellt wird, sind Namen und Unterlagen – und das läuft schrittweise. Produktbezeichnungen bekommen das Präfix R&S®, die Webadresse des Herstellers hat gewechselt, Datenblätter und Handbücher werden nach und nach neu aufgelegt. In der Praxis heißt das: Wer heute nach einem Datenblatt sucht, findet je nach Produkt noch beide Bezeichnungen nebeneinander, und manches Dokument gibt es schlicht noch nicht in der neuen Fassung. Wir sagen Ihnen im konkreten Fall, welcher Stand gilt – und wo wir selbst noch auf Material warten, sagen wir auch das.

Nicht geändert haben sich bestehende Lizenzen, Wartungs- und Supportverträge sowie die Firmware-Versorgung Ihrer Geräte. Es gibt aus der Umfirmierung heraus keinen Anlass, Hardware zu tauschen oder Verträge neu abzuschließen.

Standorte sicher verbinden – VPN-Gateways und Router

Der klassische Fall: Zentrale, Zweigstelle, Lager, vielleicht ein Baustellenbüro – und alle sollen so arbeiten, als säßen sie im selben Netz. Dafür bauen wir verschlüsselte Verbindungen zwischen den Standorten auf, mit IPsec nach IKEv2 oder mit WireGuard. Die aktuellen Geräte beherrschen zusätzlich Post-Quantum-Preshared-Keys, also einen zusätzlichen Schlüsselanteil, der die Verbindung gegen späteres Mitschneiden und Entschlüsseln durch Quantencomputer absichern soll. Das ist Vorsorge, keine Tagesanforderung – schadet aber nichts, wenn Sie ohnehin neu beschaffen.

SerieTypischer EinsatzBesonderheit
R&S®LANCOM 1800Kleine und mittlere StandorteNeun Varianten: VDSL, Glasfaser oder Gigabit Ethernet am WAN, je nach Modell mit 4G/5G und Wi-Fi 6
R&S®LANCOM 1900Mittlere bis große Standorte1930EF mit BSI-Zertifizierung, 1930EF-5G zusätzlich mit Dual-SIM und eSIM
R&S®LANCOM 2100Große Standorte und Zentralen2100EF mit Multi-Gigabit über Glasfaser und Ethernet
Industrial & OutdoorProduktion, Außenbereich, temporäre StandorteIAP-5G und OAP-5G in Schutzgehäusen nach IP50 beziehungsweise IP67
Übersicht nach Herstellerangaben, Stand September 2026. Welches Modell passt, entscheidet sich an der vorhandenen Leitung, an der Zahl der Standorte und daran, wie viel Durchsatz durch den Tunnel muss – nicht an der Größe des Unternehmens.

Mehr als eine Leitung pro Standort

Die meisten Ausfälle, die wir sehen, sind keine Gerätedefekte, sondern Leitungsstörungen. Deshalb planen wir an wichtigen Standorten von vornherein zwei Wege ein: die Hauptleitung und einen zweiten Anschluss oder Mobilfunk als Reserve. Die Geräte können beide Wege gleichzeitig nutzen und den Verkehr verteilen, oder den Ersatzweg still mitlaufen lassen und im Störungsfall umschalten. Wo kein zweiter Festnetzanschluss zu bekommen ist, übernimmt ein 5G- oder LTE-Modul diese Rolle – entweder im Router selbst oder über ein separates Gerät der 750er-Reihe.

Wenn geprüfte Sicherheit gefordert ist

Manche Auftraggeber – öffentliche Stellen, Betreiber kritischer Infrastrukturen, Unternehmen in deren Lieferkette – verlangen mehr als das Versprechen des Herstellers. Für diese Fälle gibt es zertifizierte Geräte: Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hat 2021 sein allererstes Zertifikat nach dem Schema „Beschleunigte Sicherheitszertifizierung“ (BSZ) an ein LANCOM-Gateway vergeben, das damals 1900EF hieß. Der aktuelle Nachfolger 1930EF steht in derselben Reihe. Geprüft wird dabei nach der Technischen Richtlinie TR-03148, inklusive Penetrationstests und der Zusage, gemeldete Schwachstellen fristgerecht zu schließen. Entwickelt werden die Geräte und ihr Betriebssystem in Deutschland.

Ob Sie das brauchen, klären wir vorher – zertifizierte Hardware kostet mehr, und für viele Häuser ist sie schlicht nicht gefordert. Die vorgelagerte Firewall mit Inhaltsfilterung, Sandboxing und zentraler Auswertung bilden wir übrigens nicht mit diesen Routern ab, sondern mit WatchGuard. Die Router machen Netz und Tunnel, die Firewall macht Perimeter.

Internetzugang für kleine Standorte

Nicht jeder Standort braucht ein Gateway für zwanzig Tunnel. Für die Filiale, das Ladenlokal, das Zweitbüro mit einer Handvoll Arbeitsplätzen setzen wir den R&S®LANCOM 1650E ein. Er hängt sich mit einem Gigabit-Ethernet-Port hinter das Modem des Providers – gleich ob DSL, Kabel oder Glasfaser – und bringt mit, was ein solcher Standort tatsächlich braucht: eine Stateful-Inspection-Firewall mit Angriffserkennung und DoS-Schutz, Netztrennung über VLANs, drei VPN-Kanäle für die Anbindung an die Zentrale und optional einen Inhaltsfilter über die Security-Essentials-Option. Er trägt das IT-Sicherheitskennzeichen des BSI nach TR-03148.

Die Grenze nennen wir gleich mit: Drei VPN-Kanäle reichen für die Anbindung an eine Zentrale samt Reserveweg, nicht für ein vermaschtes Netz aus vielen Standorten. Wer das braucht, landet bei der 1800er- oder 1900er-Serie. Und wo gar keine Festnetzleitung liegt oder die Bereitstellung Monate dauert, überbrücken wir mit einem 750-5G oder 750-4G: Beide funktionieren als eigenständiger Mobilfunkrouter oder als externes Modem vor einem vorhandenen Gerät.

Homeoffice und unterwegs – der Advanced VPN Client

Für den Zugriff einzelner Arbeitsplätze auf das Firmennetz richten wir den R&S®LANCOM Advanced VPN Client ein – es gibt ihn für Windows und für macOS. Nach der einmaligen Einrichtung baut der Anwender die Verbindung mit einem Klick auf; das Profil kommt von uns, niemand muss Adressen oder Schlüssel eintippen.

Der Client arbeitet nach dem IPsec-Standard und verbindet sich nicht nur mit LANCOM-Routern, sondern auch mit einer WatchGuard Firebox. Deshalb ist er bei uns der bevorzugte Client für den Fernzugriff – auch in Netzen, in denen beide Hersteller arbeiten. Warum wir dafür IPsec statt SSL-VPN empfehlen, steht auf der Seite zum IPSec VPN Client.

Zwei Funktionen machen im Alltag den Unterschied. Seamless Roaming hält die Verbindung aufrecht, wenn das Notebook vom WLAN im Hotel auf den Mobilfunk-Hotspot wechselt – die Sitzung reißt nicht ab, die Datei bleibt offen. Friendly Net Detection erkennt, ob das Gerät gerade im eigenen Firmennetz steht oder in einem fremden, und schaltet den Tunnel und die mitgelieferte Firewall entsprechend. Dazu kommen Zertifikate und Smartcards zur Anmeldung, wenn Benutzername und Passwort nicht genügen sollen.

Lizenziert wird pro Arbeitsplatz, dauerhaft, mit Mehrfachpaketen ab zehn Lizenzen. Welche Client-Version zu Ihren Windows- und macOS-Ständen passt, prüfen wir vor dem Rollout – gerade bei macOS lohnt der Blick in die Kompatibilitätsliste, bevor die Geräte auf eine neue Hauptversion gehoben werden. Wie die Arbeitsplätze dahinter aussehen, steht auf unserer Seite zu IT-Lösungen für den Arbeitsplatz.

WLAN, das auch bei voller Fläche trägt

WLAN ist der Bereich, in dem am häufigsten zu wenig geplant und dafür zu viel nachgekauft wird. Das Sortiment reicht von den Einstiegsgeräten der LW-Serie über die Wi-Fi-6-Familie LX-6000 bis zur aktuellen Wi-Fi-7-Familie LX-7000; für Außenbereiche, Höfe und Lagerflächen gibt es die wetterfesten Modelle der OX- und OW-Serien. Verschlüsselt wird nach WPA3, die Funkparameter regelt Active Radio Control selbsttätig nach.

Liefern, montieren, in Betrieb nehmen

Wir übernehmen Beschaffung, Montageplanung und Inbetriebnahme: SSIDs anlegen, Gäste- und Produktionsverkehr über VLANs sauber trennen, Anmeldung an das vorhandene Verzeichnis anbinden. Große Installationen mit zentralem WLAN-Controller planen wir im Einzelfall – sprechen Sie uns an, bevor Sie beschaffen, dann sagen wir Ihnen offen, ob ein Controller in Ihrer Größenordnung überhaupt etwas bringt.

Verwaltung und Betrieb

Für die Verwaltung gibt es zwei Wege, und wir gehen beide – je nachdem, was zum Haus passt.

Management Cloud oder klassische Konfiguration

Die R&S®LANCOM Management Cloud lohnt sich, sobald mehrere Standorte im Spiel sind: Neue Geräte melden sich selbst an und ziehen ihre Konfiguration, Änderungen werden einmal zentral gepflegt, und der Zustand aller Geräte ist auf einer Oberfläche sichtbar. Betrieben wird sie in zwei georedundanten Rechenzentren in Deutschland – in Berlin und in Frankfurt am Main. Der Hoster hat nach Herstellerangaben keinen Zugriff auf Konfigurations- und Kundendaten; der Hersteller selbst kommt nur hinein, wenn er ausdrücklich in ein Projekt eingeladen wird. Für die Management Cloud sowie die Service- und Supportprozesse weist der Hersteller eine Zertifizierung nach ISO 27001 aus.

Wo das nicht gewünscht ist – abgeschottete Netze, klare Vorgaben gegen Cloud-Anbindung, oder schlicht ein einzelner Standort – konfigurieren wir klassisch über LANconfig und WEBconfig, ganz ohne Cloud. Es gibt daneben eine Variante der Management Cloud für den Betrieb im eigenen Rechenzentrum; das rechnen wir mit Ihnen durch, wenn es zur Anforderung wird.

Firmware und Lebenszyklus im Blick behalten

Netzwerkgeräte sind das, was am längsten unbeachtet im Schrank läuft. Der Hersteller gibt auf seine Geräte mindestens drei Jahre Garantie und führt sie in klar benannten Phasen: aktiv mit voller Softwarepflege, dann End of Sale, danach zwei Jahre eingeschränkte Pflege, schließlich End of Life ohne weitere Updates; der Support endet fünf Jahre nach dem End of Sale. Wir halten für unsere Kunden fest, welches Gerät in welcher Phase steht, und melden uns, bevor daraus ein Problem wird – im Rahmen unserer Managed-IT-Leistungen.

Warum SSP

Wir sind ein Berliner Systemhaus, gegründet 1990, und betreuen überwiegend Häuser mit 20 bis 300 Arbeitsplätzen. Netzwerk ist bei uns kein Einzelgewerk: Wer bei uns einen Router bestellt, bekommt jemanden, der auch die Server, die Arbeitsplätze und die Datensicherung dahinter kennt – und der weiß, was am Freitagnachmittag passiert, wenn die Leitung zur Zweigstelle ausfällt. Als Full-Service-Anbieter decken wir bis hin zu Rechenzentrumsleistungen ab. Und weil wir neben LANCOM auch HPE Aruba Networking führen, empfehlen wir das Netz, das zu Ihrer Umgebung passt – nicht das einzige, das wir kennen.

Beim Hersteller sind wir zertifizierter Partner: SSP ist R&S®NC Community Silver Partner für den Zeitraum 2026 | 2027. Das bedeutet geschulte Mitarbeiter, Zugang zu Herstellerressourcen und einen kurzen Weg, wenn ein Fall einmal nicht in der Wissensdatenbank steht.

R&S NC Community Silver Partner – SSP Informationssysteme GmbH, Berlin

Häufige Fragen

LANCOM heißt jetzt Rohde & Schwarz – muss ich etwas tun?

Nein. Die Umfirmierung zum 1. Juli 2026 betrifft den Namen des Unternehmens, nicht Ihre Geräte, Ihre Lizenzen oder Ihre Verträge. LANCOM bleibt als Produktmarke bestehen, die Geräte tragen künftig das Präfix R&S®. Es gibt daraus keinen Grund für einen Austausch oder eine Umstellung.

Bekomme ich für meine vorhandenen Geräte noch Unterlagen und Support?

Ja, die Firmware-Versorgung und der Support laufen weiter. Bei den Unterlagen ist die Umstellung noch im Gange: Datenblätter, Handbücher und Portale werden schrittweise auf die neue Unternehmensbezeichnung umgestellt, und für manches Produkt liegt die neue Fassung schlicht noch nicht vor. Wenn Sie ein bestimmtes Dokument brauchen, fragen Sie uns – wir sagen Ihnen, welcher Stand aktuell gilt, und beschaffen es über unseren Partnerzugang.

Brauche ich für den Betrieb die Management Cloud?

Nein. Alle Geräte lassen sich vollständig lokal über LANconfig und WEBconfig konfigurieren, ohne jede Cloud-Anbindung. Die Management Cloud spart Zeit, sobald mehrere Standorte oder viele Access Points zu pflegen sind, und macht den Zustand aller Geräte auf einen Blick sichtbar. Wir setzen beides ein und entscheiden das mit Ihnen an der Zahl der Standorte und an Ihren Vorgaben zur Cloud-Nutzung – nicht am Katalog.

Wie viele Standorte kann ich mit einem Router verbinden?

Das entscheidet die Zahl der VPN-Kanäle. Ein 1650E bringt drei mit – genug für die Anbindung an eine Zentrale samt Reserveweg. Ein 1930EF hat 25 und lässt sich per Option auf 100 erweitern, ist also für eine Zentrale gedacht, an der viele Außenstellen ankommen. Wichtig ist die Rechnung in beide Richtungen: Die Zentrale braucht so viele Kanäle wie Standorte, jeder Standort selbst meist nur ein oder zwei.

Was kostet der Advanced VPN Client?

Der Client wird pro Arbeitsplatz lizenziert, die Lizenz ist dauerhaft, und ab zehn Arbeitsplätzen gibt es Mehrfachpakete. Hinzu kommt gegebenenfalls ein Upgrade, wenn Sie von einer älteren Hauptversion kommen. Preise nennen wir im Angebot und weisen die Positionen einzeln aus – Lizenzen, Einrichtung, Rollout – statt eine Pauschale zu nennen.

Wir wollen weg vom klassischen VPN, Richtung Zero Trust. Geht das?

Der Hersteller bietet dafür LANCOM Trusted Access an: einen Client, der zentral über die Management Cloud gesteuert wird, im Abonnement lizenziert ist und den Zugriff je Benutzer und Anwendung freigibt statt pauschal das ganze Netz zu öffnen. In den Projekten, die wir bisher umgesetzt haben, arbeiten wir mit dem Advanced VPN Client. Ob der Wechsel für Sie sinnvoll ist – und was er an Vorarbeit in der Rechteverwaltung bedeutet – sehen wir uns gern gemeinsam an, bevor Sie sich festlegen.

Wie lange bekomme ich Updates für ein Gerät, das ich heute kaufe?

Solange ein Gerät aktiv im Programm ist, bekommt es volle Softwarepflege. Nach dem End of Sale folgen zwei Jahre eingeschränkte Pflege, der Support endet fünf Jahre nach dem End of Sale. Dazu kommt eine Herstellergarantie von mindestens drei Jahren. Praktisch heißt das: Achten Sie beim Kauf weniger auf den Preis als auf den Lebenszyklus-Status – ein günstiges Auslaufmodell ist selten ein Schnäppchen. Für unsere Managed-IT-Kunden führen wir diese Liste mit.

Sprechen wir über Ihr Vorhaben.

Wir hören zu, bevor wir empfehlen. Erzählen Sie uns, wo es hakt – wir melden uns kurzfristig zurück.

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