Virtualisierung in Berlin – VMware, Hyper-V, HPE Morpheus und Proxmox
Wir planen, betreiben und migrieren virtuelle Serverumgebungen für Unternehmen in Berlin und Brandenburg – auf der Plattform, die zu Ihnen passt. Bestehende VMware- und Hyper-V-Umgebungen betreuen wir weiter, für den Wechsel stehen Hyper-V, HPE Morpheus und Proxmox VE bereit.
Virtualisierung ist bei uns Kerngeschäft. Seit Jahrzehnten betreiben wir Serverumgebungen für den Mittelstand, und in fast jeder davon laufen die Anwendungen heute auf virtuellen Maschinen. Welche Plattform darunter liegt, entscheiden wir nicht nach Vorliebe, sondern nach Ihrer Ausgangslage: Lizenzen, Fachanwendungen, Know-how im eigenen Team und Hardware. Die Server dafür liefern wir meist von HPE – als langjähriger HPE-Partner.
Vier Plattformen – und für wen sie gedacht sind
VMware vSphere – für Bestandskunden
Viele unserer Kunden arbeiten seit Jahren mit VMware, und wir betreuen diese Umgebungen weiter: Betrieb, Updates, Erweiterungen und die Verlängerung der Abonnements. Seit der Übernahme durch Broadcom haben sich die Bedingungen allerdings grundlegend geändert – Abonnement statt Dauerlizenz, Abrechnung pro Prozessorkern mit mindestens 16 Kernen je CPU, gebündelte Pakete. Der allgemeine Support für vSphere 8 endet am 11. Oktober 2027. Spätestens dann steht die Frage an, ob Sie bleiben oder wechseln. Die ganze Chronik und die Wege aus VMware heraus stehen auf unserer Seite zum VMware-Exit.
Microsoft Hyper-V – für Bestandskunden und VMware-Wechsler
Hyper-V ist Teil von Windows Server und für viele Unternehmen der naheliegende Weg: Die Administratoren kennen die Werkzeuge, Active Directory, Failover-Cluster und Live-Migration gehören zum Bordwerkzeug, und wer seine Hosts mit Windows Server Datacenter lizenziert, darf darauf beliebig viele Windows-Maschinen betreiben. Wir betreuen bestehende Hyper-V-Umgebungen und holen Kunden von VMware auf Hyper-V, wenn die Umgebung ohnehin von Windows geprägt ist. Einen kostenlosen Hyper-V Server gibt es seit der Version 2019 nicht mehr; lizenziert wird über Windows Server nach physischen Kernen.
HPE Morpheus VM Essentials – für HPE-Kunden, die VMware ablösen wollen
Mit Morpheus VM Essentials bietet HPE eine eigene Virtualisierung an: den KVM-basierten Hypervisor HVM mit einer zentralen Verwaltung, die auch vorhandene VMware-ESXi-Hosts einbindet. Beide Welten laufen damit eine Zeit lang nebeneinander, Maschinen wandern schrittweise mit dem eingebauten Migrationswerkzeug. Lizenziert wird pro CPU-Sockel im Abonnement, der Support kommt von HPE – für Hardware und Software aus einer Hand. Mehr dazu auf der Seite HPE Morpheus.
Proxmox VE – für alle, die auf Open Source umsteigen möchten
Proxmox VE ist die Open-Source-Alternative zu VMware und Hyper-V: keine Lizenzkosten für die Software, Hochverfügbarkeit und Ceph-Speicher im Grundumfang, optional eine Subskription pro CPU-Sockel für geprüfte Updates und Herstellersupport. Voraussetzung ist die Bereitschaft, auf eine Linux-basierte Plattform zu wechseln. Wir bauen Proxmox-Cluster auf Ihrer eigenen Hardware oder betreiben sie als Private Cloud in den Rechenzentren der NMMN. Alles Weitere auf unserer Seite zu Proxmox VE.
Die Plattformen im Vergleich
| VMware vSphere | Microsoft Hyper-V | HPE Morpheus VM Essentials | Proxmox VE | |
|---|---|---|---|---|
| Lizenzmodell | Abonnement pro Prozessorkern, mindestens 16 Kerne je CPU, in Paketen | über Windows Server, nach physischen Kernen; Datacenter mit unbegrenzt vielen Windows-VMs | Abonnement pro CPU-Sockel, Laufzeit ein, drei oder fünf Jahre, Support enthalten | Software frei; Subskription pro CPU-Sockel optional |
| Herstellersupport auf HPE ProLiant | ja, in HPEs Zertifizierungsmatrix | ja, Windows Server ist in HPEs Zertifizierungsmatrix | ja, Hardware und Software von HPE | nein – Softwaresupport über die Proxmox-Subskription, Hardwaregarantie über HPE |
| Hochverfügbarkeit und Live-Migration | ja, je nach Paket | ja, mit Failover-Cluster | ja | ja, im Grundumfang |
| Verwaltung | vCenter | Windows-Werkzeuge, Windows Admin Center, optional System Center | zentrale Morpheus-Oberfläche, auch für ESXi-Hosts | Weboberfläche, Proxmox Datacenter Manager für mehrere Cluster |
| Datensicherung mit Veeam | ja | ja | ja, per Plug-in seit März 2026 | ja, per Plug-in |
| Weg von VMware | – | Wiederherstellung aus Veeam oder Konvertierung | eingebaute Migration, ESXi parallel verwaltbar | Import-Assistent mit Live-Import |
| Passt besonders | bei Fachanwendungen, die nur für vSphere freigegeben sind | in Windows-geprägten Umgebungen mit Windows-Know-how im Team | bei HPE-Kunden, die Support aus einer Hand wollen | bei Offenheit für Open Source und dem Ziel, Lizenzkosten dauerhaft zu senken |
Hinweis für HPE-Kunden: Proxmox auf ProLiant-Servern
Die Server, die wir liefern, kommen in der Regel von HPE. HPE gehört zu den führenden Herstellern für Serverinfrastruktur – führt Proxmox VE aber nicht in seiner Zertifizierungsmatrix für Betriebssysteme und Hypervisoren. Das heißt: Für Proxmox gibt es von HPE keinen Herstellersupport.
Im Alltag spielt das eine kleinere Rolle, als es klingt. Proxmox VE basiert auf Debian und läuft auf aktuellen ProLiant-Servern zuverlässig. Die Garantie für die Hardware bleibt bei HPE, Support für die Software kommt über die Subskription von Proxmox Server Solutions, und für Sie bleibt SSP der eine Ansprechpartner, der beides zusammenführt. Trotzdem sprechen wir es vor jedem Projekt offen an:
- Wenn Herstellersupport für den gesamten Stapel Pflicht ist – etwa aus Vorgaben der Geschäftsführung, einer Versicherung oder eines Auftraggebers –, sind HPE Morpheus VM Essentials, Hyper-V oder VMware auf ProLiant der sichere Weg.
- Wenn Sie Proxmox wollen, schließen wir die Subskription für jeden Host ab und dokumentieren die Hardware, auf der die Umgebung läuft. Unterstützt wird dann die Software durch Proxmox und die Hardware durch HPE.
- Wenn die Hardware ohnehin nicht bei Ihnen stehen soll, stellt sich die Frage nicht: In der Private Cloud der NMMN liegt die Plattform in deren Verantwortung.
So entscheiden wir mit Ihnen
- Bestandsaufnahme. Welche Maschinen laufen, wie sind sie lizenziert, welche Fachanwendungen haben Freigaben nur für bestimmte Plattformen, wann laufen Verträge aus? Den Rahmen dafür bietet unsere IT-Infrastruktur-Bestandsaufnahme.
- Rechnen. Lizenzen, Hardware, Support und Aufwand für den Wechsel über drei bis fünf Jahre – für jede Plattform, die in Frage kommt. Das Ergebnis kann auch lauten, dass Sie bleiben, wo Sie sind.
- Probelauf. Vor einer Migration ziehen wir einzelne Maschinen testweise um. Wer von VMware zu Proxmox wechseln will, kann dafür unseren eintägigen Proxmox-Workshop nutzen.
- Migration und Betrieb. Mit Rückfalloption, und danach übernehmen wir auf Wunsch den laufenden Betrieb.
Was nach der Entscheidung dazugehört
Eine Virtualisierung ist nur so gut wie das, was um sie herum passiert. Die Sicherung übernimmt bei uns Veeam – für alle vier Plattformen mit derselben Software, was einen späteren Wechsel deutlich erleichtert. Als Speicher für Sicherungen oder kleinere Umgebungen setzen wir Synology ein, für die geordnete Abschaltung bei Stromausfall USV-Anlagen und Software von EATON. Überwachung, Patches und Störungsbehebung laufen über unsere Managed-IT-Leistungen. Und wenn der eigene Serverraum an seine Grenzen kommt, gibt es die Datacenter-Services gemeinsam mit der NMMN.
Häufige Fragen
Welche Virtualisierung empfiehlt SSP?
Die, die zu Ihrer Ausgangslage passt. Entscheidend sind Lizenzsituation, Fachanwendungen mit Plattformfreigaben, das Know-how im eigenen Team und die Hardware. Für Windows-geprägte Umgebungen ist Hyper-V oft der naheliegende Weg, für HPE-Kunden mit Wunsch nach Support aus einer Hand HPE Morpheus VM Essentials und für alle, die Lizenzkosten dauerhaft senken wollen, Proxmox VE. Wir rechnen die Optionen mit Ihnen durch.
Betreuen Sie weiterhin VMware-Umgebungen?
Ja. Wir betreiben, aktualisieren und erweitern bestehende VMware-Umgebungen und kümmern uns um die Verlängerung der Abonnements. Wegen der geänderten Lizenzbedingungen bei Broadcom und des Supportendes von vSphere 8 im Oktober 2027 planen wir mit Ihnen aber rechtzeitig, wie es danach weitergeht.
Ist Hyper-V eine gute Alternative zu VMware?
Für viele Unternehmen ja, vor allem wenn die Umgebung von Windows geprägt ist und die Administratoren mit Windows-Werkzeugen arbeiten. Mit Windows Server Datacenter dürfen auf einem lizenzierten Host beliebig viele Windows-Maschinen laufen. Die Abhängigkeit von einem Hersteller bleibt allerdings bestehen – sie wechselt nur von Broadcom zu Microsoft.
Was ist HPE Morpheus VM Essentials?
Die Virtualisierungsplattform von HPE: ein KVM-basierter Hypervisor namens HVM mit zentraler Verwaltung, die auch bestehende VMware-ESXi-Hosts einbindet. Lizenziert wird pro CPU-Sockel im Abonnement, der Support kommt von HPE. Damit lässt sich VMware schrittweise ablösen, ohne am ersten Tag alles umzustellen.
Unterstützt HPE Proxmox VE auf ProLiant-Servern?
Nein, nicht als Hersteller. HPE führt Proxmox VE nicht in seiner Zertifizierungsmatrix. In der Praxis läuft Proxmox auf aktuellen ProLiant-Servern zuverlässig; die Hardwaregarantie bleibt bei HPE, Support für die Software kommt über die Subskription von Proxmox Server Solutions. Ist Herstellersupport für den gesamten Stapel Pflicht, empfehlen wir HPE Morpheus VM Essentials, Hyper-V oder VMware.
Können wir unsere Datensicherung mit Veeam behalten?
Ja. Veeam sichert VMware, Hyper-V, HPE Morpheus VM Essentials und Proxmox VE. Die Sicherungsstrategie muss bei einem Plattformwechsel also nicht neu aufgebaut werden, und eine Sicherung lässt sich sogar als Migrationsweg nutzen.
Brauchen wir für einen Wechsel neue Server?
Meist nicht. Vorhandene Server lassen sich weiter nutzen, wenn sie für die Zielplattform geeignet sind und noch ausreichend Leistung und Garantie haben. Das prüfen wir in der Bestandsaufnahme – und empfehlen neue Hardware nur dort, wo sie sich rechnet.
Sprechen wir über Ihr Vorhaben.
Wir hören zu, bevor wir empfehlen. Erzählen Sie uns, wo es hakt – wir melden uns kurzfristig zurück.
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