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Synology

Synology NAS in Berlin – Speicher für Backup und Dateidienste

Wenn Daten verlässlich liegen sollen, ohne dass dafür ein Speichersystem im sechsstelligen Bereich nötig wird, arbeiten wir mit Synology. Wir planen, liefern und betreuen die Geräte – als Ziel für die Datensicherung, als Speicher für virtuelle Umgebungen und als Ablösung für den in die Jahre gekommenen Dateiserver.

Wofür wir Synology einsetzen

Synology baut Netzwerkspeicher – vom Vier-Schacht-Gerät auf dem Regal bis zum Rackmount-System mit dutzenden Einschüben. Was die Geräte im Mittelstand so verbreitet gemacht hat, ist weniger die Hardware als das Betriebssystem: DiskStation Manager, kurz DSM, bringt Dateidienste, Snapshots, Replikation und Backup-Werkzeuge mit, ohne dass für jede Funktion eine eigene Lizenz fällig wird.

Wir setzen Synology in drei Rollen ein, und es lohnt sich, die auseinanderzuhalten:

  • Als Ziel für die Datensicherung. Das NAS ist der Ort, an dem die Backups landen – geschrieben von Veeam, das wir für die eigentliche Sicherung einsetzen.
  • Als Speicher für virtuelle Umgebungen. Das NAS liefert per iSCSI oder NFS den Datenspeicher, auf dem die virtuellen Maschinen liegen. Die Maschinen selbst laufen auf richtigen Hosts – bei uns meist unter Proxmox VE, VMware oder Hyper-V.
  • Als Dateiserver. Freigaben, Berechtigungen aus dem Active Directory, Snapshots gegen das versehentliche Löschen – für viele Unternehmen die naheliegende Ablösung eines alten Windows-Fileservers.

Wir sind registrierter Synology-Partner. Das ist eine Vertriebsbeziehung und kein Gütesiegel – gewichtiger ist, dass wir diese Geräte seit Jahren aufsetzen, überwachen und im Störungsfall wieder geradeziehen. Als Systemhaus in Berlin, das es seit 1990 gibt, kaufen wir nicht die Kiste ein und schicken sie weiter, sondern übernehmen die Verantwortung für das, was hinterher darauf liegt.

Die Serien im Überblick

Synology unterteilt sein Programm nach Bauform und Leistungsklasse. Für die Auswahl ist die Einteilung nur ein grober Rahmen – welches Gerät passt, entscheidet sich am Datenvolumen, an der Aufbewahrungsfrist und daran, wie schnell wiederhergestellt sein muss. Die folgende Übersicht zeigt, welche Serien uns in Projekten tatsächlich begegnen.

SerieBauformTypischer Einsatz bei unsBeispiele
J- und Value-SerieDesktop, 1–4 EinschübeKleine Ablage, Zweitkopie an einem NebenstandortDS124, DS223, DS423
Plus-SerieDesktop, 2–8 EinschübeDer Regelfall: Backup-Ziel und Dateidienste im MittelstandDS225+, DS425+, DS925+, DS1525+, DS1825+
XS+/XS-SerieDesktop, 8–12 EinschübeMehr Durchsatz und 10GbE, wo kein Rack vorhanden istDS1823xs+, DS3622xs+
RS Plus-SerieRack, 4–16 EinschübeDer Standardfall im Serverraum, teils mit redundantem NetzteilRS826+, RS1226RP+, RS2825RP+
RS XS+/XS-SerieRack, 4–16 EinschübeHöhere Last, 10GbE ab Werk, Erweiterung über JBODRS1626xs+, RS3626xs, RS4826xs+, RS6426xs+
SA-SerieRack, 12 EinschübeGroße Kapazitäten mit SAS-Erweiterung, teils mit zwei ControllernSA3410, SA3610, SA3400D
FS-SerieRack und Desktop, All-FlashWo Latenz zählt statt KapazitätFS200T, FS2500, FS3420, FS6420
ErweiterungseinheitenJBOD, Desktop oder RackKapazität nachrüsten, ohne ein neues Gerät zu kaufenDX525, RX1225RP, RX1222sas
Übersicht nach Herstellerangaben, Stand September 2026. Bezeichnungen und Modelle ändern sich mit jedem Modelljahr – die aktuelle Liste steht auf synology.com.

Die DS-Serie: Desktop-Geräte für den Regelfall

Die DiskStations sind Tischgeräte und decken die ganze Spannweite ab. Die J-Serie ist die Einstiegsklasse mit ein oder zwei Einschüben – für ein Unternehmen selten die richtige Wahl, gelegentlich aber genau richtig als kleine Zweitkopie in einer Außenstelle. Die Value-Serie liegt darüber und reicht für eine überschaubare Dateiablage.

Interessant wird es bei der Plus-Serie. Hier gibt es ECC-Arbeitsspeicher, mehr Rechenleistung, schnellere Netzwerkanschlüsse und die Möglichkeit, das Gerät später über eine Erweiterungseinheit zu vergrößern. Ein DS1825+ etwa startet mit acht Einschüben und lässt sich über zwei DX525 auf 18 Einschübe bringen; der Arbeitsspeicher geht auf 32 GB, das Netzwerk lässt sich per Steckkarte auf 25GbE heben. Das ist die Klasse, in der die meisten unserer Projekte landen. Die XS+- und XS-Modelle im Desktop-Gehäuse – etwa DS1823xs+ oder DS3622xs+ – sind dann für Fälle gedacht, in denen 10GbE und mehr Durchsatz gebraucht werden, aber kein Serverschrank vorhanden ist.

Rackmount: RS, SA und FS

Im Serverschrank gilt dieselbe Staffelung, nur mit anderen Kürzeln. Die RS-Serie gibt es als Plus- und als XS-Variante; ein RP im Namen steht für ein redundantes Netzteil, was in einem Gerät, an dem Backups hängen, kein Luxus ist. Die XS-Modelle bringen 10GbE ab Werk mit und lassen sich über Erweiterungseinheiten deutlich vergrößern – ein RS6426xs+ etwa auf bis zu 64 Laufwerke.

Die SA-Serie ist die Klasse darüber: zwölf Einschübe im Kopfgerät, Erweiterung über SAS-JBODs vom Typ RX1222sas, bei den D-Modellen (SA3400D, SA3200D) zwei Controller statt einem. Diese Geräte kommen ins Spiel, wenn Kapazität über Jahre mitwachsen soll, ohne dass der Kopf ausgetauscht wird. Die FS-Serie schließlich ist All-Flash und die Antwort auf ein anderes Problem: nicht viel Platz, sondern kurze Antwortzeiten. Ehrlicherweise ist das im Berliner Mittelstand die Ausnahme – wir nennen sie hier, weil sie zum Programm gehört, nicht weil wir sie jede Woche verkaufen.

Erweiterungseinheiten: Kapazität nachrüsten

Erweiterungseinheiten sind reine Laufwerksgehäuse ohne eigene Intelligenz, die per Kabel an ein vorhandenes Gerät angeschlossen werden und dessen Speicherpools vergrößern. Für Desktop-Geräte heißen sie DX, im Rack RX, für die SAS-Anbindung der SA-Serie RX1222sas. Der Vorteil ist offensichtlich: Wer in drei Jahren mehr Platz braucht, kauft ein Gehäuse statt eines neuen Systems. Der Haken auch: Wie viele Einheiten ein Gerät trägt, hängt am Modell und ist beim Kauf festgelegt. Wir rechnen das deshalb von Anfang an über die geplante Laufzeit – nicht über den heutigen Bedarf.

Synology als Ziel für die Datensicherung

Das ist der häufigste Grund, aus dem bei uns ein Synology in ein Angebot kommt. Die Sicherung selbst führen wir mit Veeam durch – das NAS ist der Speicher, auf den geschrieben wird, angebunden über SMB, NFS oder iSCSI. Diese Arbeitsteilung ist bewusst: Veeam kann Wiederherstellung auf Datei-, Anwendungs- und Maschinenebene, kann Restores testen und berichten. Ein NAS kann Daten sicher aufbewahren. Beides zusammen ergibt eine Sicherung, für die man geradestehen kann.

Veeam führt für einen Teil der Synology-Baureihen eine eigene Qualifizierung: Veeam Ready Repository – Primary Target. Geprüft und veröffentlicht sind unter anderem die RackStation-XS/XS+-Serie über SMB und iSCSI sowie die SA-Serie mit einem Controller über 10GbE-SMB; die Tests liefen mit Veeam Backup & Replication 12 und DSM 7.2. Das ist eine belastbare Aussage über die geprüfte Konfiguration – keine Garantie für jedes beliebige Modell mit beliebigen Platten. Welche Kombination in Ihrem Fall trägt, prüfen wir vor dem Angebot.

Eine Kopie im Haus reicht nicht

Ein NAS im Serverraum ist eine schnelle Kopie, keine sichere. Bei Feuer, Wasser oder einem Verschlüsselungsangriff, der sich bis auf die Freigabe durchfrisst, hilft es nicht. Deshalb planen wir grundsätzlich eine zweite Kopie außer Haus ein – in den Rechenzentren der NMMN, auf Objektspeicher mit Object Lock, sodass die Daten für eine festgelegte Frist nicht überschrieben oder gelöscht werden können. Wie das mit Veeam zusammenspielt, steht ausführlich auf unserer Veeam-Seite; welche Standorte zur Verfügung stehen und wie sie jeweils zertifiziert sind, legen wir vor der Entscheidung offen und finden Sie unter Rechenzentrumsleistungen.

Auf dem NAS selbst gibt es zwei Mechanismen, die in dieselbe Richtung arbeiten. Snapshots auf dem Btrfs-Dateisystem halten Zeitstände von Freigaben und LUNs fest, kosten kaum Speicher und lassen sich minutengenau planen; über Snapshot Replication wandern sie auf ein zweites Synology. Und seit DSM 7.2 lassen sich Snapshots und Freigaben unveränderlich setzen – eine WORM-Funktion mit festem Schutzzeitraum, die der Hersteller mit DSM 7.4 als WriteOnce-Option weiter ausgebaut hat. Das ersetzt die Kopie außer Haus nicht, macht aber den Weg für einen Angreifer erheblich länger.

Und Active Backup for Business?

Zum Lieferumfang der meisten Plus-, XS-, SA- und FS-Geräte gehört Synologys eigene Backup-Software, Active Backup for Business. Sie ist lizenzfrei, sichert Windows- und Mac-Rechner, physische Server, Dateiserver sowie virtuelle Maschinen unter VMware vSphere und Microsoft Hyper-V, arbeitet mit globaler Deduplizierung und Changed Block Tracking. Das ist für den Preis bemerkenswert viel.

Wir bauen unsere Backup-Projekte trotzdem auf Veeam auf, weil wir dort die Wiederherstellung über alle Kundenumgebungen hinweg gleich betreiben, testen und berichten können – das ist Teil unserer Datensicherung im Managed-Betrieb. Wo eine kleine, abgeschlossene Umgebung ohne zusätzliche Lizenzen auskommen soll, lässt sich Active Backup for Business einsetzen; das rechnen wir dann mit Ihnen durch, statt es Ihnen als Standard zu verkaufen.

Speicher für virtuelle Umgebungen

Die zweite Rolle: Das NAS stellt den Datenspeicher bereit, auf dem virtuelle Maschinen liegen. Angebunden wird per iSCSI als Blockspeicher oder per NFS als Dateifreigabe, je nachdem, was der Hypervisor bevorzugt. Für Proxmox VE, VMware vSphere und Hyper-V funktioniert das gleichermaßen. Über die Synology Storage Console lassen sich Snapshots direkt aus der Hypervisor-Oberfläche auslösen, anwendungskonsistent für VSS-fähige Dienste wie SQL Server, Exchange oder Active Directory.

Diese Bauweise passt gut für kleine bis mittlere Umgebungen: ein oder zwei Hosts, eine überschaubare Zahl virtueller Maschinen, ein gemeinsamer Speicher, auf dem sie liegen. Sie hat aber eine Grenze, die man vor dem Kauf kennen sollte – und nicht danach.

Ein Kopfgerät ist ein einzelner Ausfallpunkt. Steht das NAS, stehen alle Maschinen, die darauf liegen. Solange die Umgebung klein ist und ein paar Stunden Ausfall verkraftbar sind, ist das eine bewusste, vertretbare Entscheidung. Sobald Produktion, Warenwirtschaft oder Terminaldienste daran hängen, ist es keine mehr. Dann führt der Weg entweder über zwei Geräte im Hochverfügbarkeitsverbund, über ein SA-Modell mit zwei Controllern oder über eine ganz andere Speicherklasse, etwa ein HPE-Speichersystem wie die MSA. Wir sagen das im Angebotsgespräch, weil die Rechnung sonst später aufgemacht wird.

DSM bringt mit dem Virtual Machine Manager auch die Möglichkeit mit, virtuelle Maschinen direkt auf dem NAS laufen zu lassen. Für Testumgebungen, für das Ausprobieren eines Updates oder für eine Notfallkopie, die im Ernstfall übergangsweise anspringt, ist das eine nützliche Zugabe. Als Plattform für Produktivsysteme setzen wir es nicht ein – dafür gehören Rechenlast und Speicherlast auseinander.

Dateidienste: Ablösung für den alten Fileserver

Viele Unternehmen betreiben noch einen Windows-Server, dessen einzige verbliebene Aufgabe die Dateiablage ist – mit Lizenzkosten, Patchzyklus und Hardware, die längst abgeschrieben ist. Ein Synology übernimmt diese Rolle: Es tritt dem Active Directory bei, übernimmt Benutzer und Gruppen, setzt Windows-ACLs auf den Freigaben und meldet sich im Explorer wie jeder andere Server auch.

Zwei Dinge machen den Umstieg im Alltag angenehm. Erstens die Snapshots: Sie erscheinen im Windows-Explorer als Vorgängerversionen, sodass Anwender eine versehentlich überschriebene Datei selbst zurückholen können, ohne ein Ticket zu schreiben. Zweitens Synology Drive – ein Synchronisationsdienst, der Ordner auf Notebooks und in Außenstellen aktuell hält und Dateien über den Browser freigibt, ohne dass dafür ein VPN aufgebaut werden muss.

Was ein NAS nicht leistet: Es ersetzt keine Zusammenarbeit in Microsoft 365. Wer gemeinsam an Dokumenten arbeitet, Versionsstände in Teams-Kanälen führt und Berechtigungen über Gruppenrichtlinien in der Cloud steuert, ist dort richtig – das gehört zu unseren IT-Lösungen für den Arbeitsplatz. Der typische Fall in der Praxis ist die Mischung: strukturierte Ablage und große Dateien auf dem NAS, Zusammenarbeit in der Cloud, Backup über beides.

Laufwerke: die Regel, die seit Modelljahr 2025 gilt

Diesen Punkt bringen wir von uns aus zur Sprache, weil er beim Beschaffen den größten Unterschied macht und in kaum einem Angebot auftaucht. Mit den Modellen ab dem Jahrgang 2025 hat Synology die Regeln geändert, welche Festplatten und SSDs in ein Gerät dürfen. Wer bisher gewohnt war, sich die Platten frei auszusuchen, stößt hier auf eine Wand – oder auch nicht, je nach Serie.

Der Stand nach der Herstellerdokumentation zu DSM 7.3, zuletzt aktualisiert im Mai 2026:

Serie (Modelle ab 2025)Festplatten2,5"-SATA-SSDM.2-NVMe-SSD
DS Plus und FS-Desktopauch ungelistete Laufwerke möglichauch ungelistete Laufwerke möglichnur gelistete Laufwerke
RS Plusnur gelistete Laufwerkeauch ungelistete Laufwerke möglichnur gelistete Laufwerke
FS, HD, SA, UC, XS+ und XSnur gelistete Laufwerkenur gelistete Laufwerkenur gelistete Laufwerke
Value und Jnur gelistete Laufwerkenur gelistete Laufwerke–
Vereinfachte Darstellung für das Anlegen von Speicherpools, nach den Kompatibilitätsrichtlinien von Synology, Stand Mai 2026. Für Cache-Laufwerke und Migrationen gelten teils abweichende Regeln.

Drei Punkte, die in der Praxis zählen. Erstens: Die Regeln gelten nicht rückwirkend. Ein Gerät, das Sie 2023 gekauft haben, arbeitet weiter wie bisher. Zweitens: Bei den Desktop-Plus-Modellen hat der Hersteller nach der Kritik nachgebessert – dort lassen sich Festplatten und 2,5-Zoll-SSDs anderer Hersteller wieder für Speicherpools verwenden, mit entsprechendem Hinweis im Speicher-Manager. Drittens: Im Rack und in den Enterprise-Serien bleibt es bei der Kompatibilitätsliste, und für M.2-NVMe-SSDs gilt sie überall.

Für Sie heißt das: Laufwerke gehören in dieselbe Bestellung wie das Gerät, und die Liste wird vor dem Angebot geprüft, nicht bei der Inbetriebnahme. Dass die Beschaffung dadurch teurer wird als mit frei gewählten Platten, ist kein Gerücht, sondern der Preis dieser Politik. Er lässt sich einkalkulieren – aber nur, wenn er auf dem Tisch liegt.

Wo wir von einem Synology abraten

Ein Hersteller passt nie überall. Vier Fälle, in denen wir zu etwas anderem raten:

  • Wenn das NAS die einzige Kopie werden soll. RAID schützt vor dem Ausfall einer Platte, nicht vor Löschung, Verschlüsselung, Feuer oder einem Fehler im Dateisystem. Ohne zweite Kopie an einem anderen Ort ist es keine Datensicherung, sondern eine Ablage.
  • Wenn produktionskritische Systeme daran hängen und Ausfall keine Option ist. Dann braucht es zwei Controller, einen Hochverfügbarkeitsverbund oder eine andere Speicherklasse – und ein Konzept, das über das Gerät hinausgeht.
  • Wenn viele virtuelle Maschinen mit hoher Last darauf liegen sollen. Für ein paar Server ist das NAS ein guter Datenspeicher. Für eine dicht belegte Virtualisierungsumgebung mit Leistungsanforderungen ist es der falsche Ansatzpunkt.
  • Wenn formale Anforderungen an das Speichersystem selbst bestehen – etwa aus einer Zertifizierung oder einer Kundenvorgabe. Dann prüfen wir, was gefordert ist, bevor wir Hardware vorschlagen.

Warum SSP

Ein NAS zu bestellen kann jeder. Der Unterschied entsteht davor und danach: bei der Frage, wie groß es sein muss, damit es in vier Jahren noch passt; bei der Frage, welche Laufwerke hineindürfen; und bei der Frage, wer merkt, dass seit elf Tagen kein Backup mehr durchgelaufen ist.

Wir binden Synology-Systeme in unsere Managed-IT-Leistungen ein: Überwachung von Speicherplatz, Laufwerkszustand, Snapshot- und Replikationsaufgaben, dazu die Wiederherstellungstests, die aus einem Backup erst ein Versprechen machen. Garantiefälle und Ersatzteile laufen über uns, nicht über eine Hotline in einer anderen Zeitzone. Und weil wir ein Full-Service-Anbieter sind, der auch Rechenzentrumsleistungen abdeckt, endet die Planung nicht am Serverraum: Die zweite Kopie kann in den Rechenzentren der NMMN liegen, mit Vertrag und Ansprechpartner in Deutschland.

Häufige Fragen

Reicht ein Synology-NAS als Backup für unser Unternehmen?

Als alleinige Sicherung nicht. Ein NAS im eigenen Haus ist eine schnelle, gut erreichbare Kopie – und damit denselben Risiken ausgesetzt wie die Originaldaten: Feuer, Wasser, Einbruch, ein Verschlüsselungsangriff, der sich über die Freigabe fortsetzt. Sinnvoll ist es als erste Stufe, mit einer zweiten Kopie außer Haus dahinter. Genau so planen wir es, in aller Regel mit Veeam als Sicherungssoftware und unveränderlichem Objektspeicher als zweitem Ziel.

Können wir eigene Festplatten einbauen?

Das hängt am Modelljahr und an der Serie. Geräte, die vor 2025 auf den Markt kamen, sind von den neuen Regeln nicht betroffen. Bei den Modellen ab 2025 lassen die Desktop-Plus-Geräte inzwischen wieder Festplatten und 2,5-Zoll-SSDs anderer Hersteller für Speicherpools zu; in den Rack- und Enterprise-Serien sowie bei allen M.2-NVMe-SSDs bleibt es bei der Kompatibilitätsliste des Herstellers. Wir prüfen das vor dem Angebot und weisen die Laufwerke als eigene Position aus, damit Sie sehen, was der Punkt kostet.

Was passiert, wenn das NAS selbst ausfällt?

Bei einem einzelnen Gerät bedeutet ein Defekt am Kopf, dass die Daten bis zum Austausch nicht erreichbar sind – die Platten selbst bleiben lesbar und lassen sich in ein baugleiches Gerät übernehmen. Wenn dieser Stillstand nicht tragbar ist, gibt es drei Wege: ein zweites Gerät, auf das repliziert wird, einen Hochverfügbarkeitsverbund aus zwei Systemen oder ein SA-Modell mit zwei Controllern. Welcher davon angemessen ist, entscheidet die Frage, was eine Stunde Stillstand bei Ihnen kostet.

Können wir unsere virtuellen Maschinen auf dem NAS laufen lassen?

Technisch ja – DSM bringt dafür den Virtual Machine Manager mit. Wir empfehlen es für Produktivsysteme nicht. Sinnvoller ist die Aufteilung: Die Maschinen laufen auf einem Hypervisor wie Proxmox VE, VMware oder Hyper-V, das NAS liefert per iSCSI oder NFS den Speicher darunter. Der Virtual Machine Manager ist dafür da, ein Update vorher auszuprobieren oder im Notfall eine gesicherte Maschine übergangsweise anzuwerfen.

Ersetzt ein Synology unseren Windows-Dateiserver?

In den meisten Fällen ja. Das Gerät tritt dem Active Directory bei, übernimmt Benutzer und Gruppen und setzt Windows-Berechtigungen auf den Freigaben; für Anwender ändert sich außer dem Servernamen nichts. Dazu kommen Snapshots, die im Explorer als Vorgängerversionen erscheinen, sodass eine überschriebene Datei ohne Ticket zurückgeholt werden kann. Was ein NAS nicht ersetzt, ist die Zusammenarbeit an Dokumenten in Microsoft 365 – die beiden Wege ergänzen sich eher, als dass sie konkurrieren.

Wie lange bekommen wir Garantie und Updates?

Die Herstellergarantie liegt je nach Serie bei drei oder fünf Jahren und lässt sich über eine Garantieverlängerung ausdehnen; DSM-Aktualisierungen und Sicherheitsupdates bekommen die Geräte deutlich über die Garantiezeit hinaus. Weil sich der Support-Status je Modell unterscheidet und für ein auslaufendes Gerät anders aussieht als für ein neu vorgestelltes, halten wir den konkreten Stand im Angebot fest – ein günstiges Auslaufmodell ist selten ein Schnäppchen.

Kann das NAS Backups so ablegen, dass Ransomware sie nicht löschen kann?

DSM kann Snapshots und Freigaben unveränderlich setzen – eine WORM-Funktion mit festem Schutzzeitraum, in der aktuellen Fassung als WriteOnce-Option ausgebaut. Innerhalb dieser Frist lassen sich die Daten weder überschreiben noch löschen, auch nicht mit Administratorrechten. Das erhöht die Hürde deutlich. Es ersetzt aber die Kopie an einem anderen Ort nicht, denn gegen ein physisch zerstörtes oder entwendetes Gerät hilft keine Softwaresperre. Wir kombinieren deshalb beides.

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