HPE Storage in Berlin – MSA, Alletra und Bandsicherung
Wo die virtuellen Maschinen liegen, entscheidet über Tempo und Ausfallsicherheit der ganzen Umgebung. Wir planen HPE-Speichersysteme für Unternehmen in Berlin und Brandenburg – vom MSA-Array für den kleinen Cluster bis zur Bandbibliothek für die Kopie, die kein Angreifer erreicht.
Die meisten unserer Kunden brauchen keinen Speicher, der Rekorde bricht, sondern einen, der zu den Servern passt, sich ohne Spezialwissen verwalten lässt und in fünf Jahren noch Ersatzteile bekommt. Deshalb führen wir bei HPE eine überschaubare Auswahl: MSA als gemeinsamen Speicher für kleine Cluster, Alletra 5000 für Umgebungen mit mehr Daten und höheren Ansprüchen, die Alletra MP-Plattform für große und besonders kritische Umgebungen – und Bandlaufwerke für die Sicherungskopie außer Reichweite. Die Server dazu stehen auf unserer HPE-Seite.
Die Systeme im Überblick
| System | Art | Passt für |
|---|---|---|
| HPE MSA Gen7 | Block-Speicher, SSD und Festplatten, SAS, iSCSI oder Fibre Channel | zwei bis vier Virtualisierungs-Hosts, die einen gemeinsamen Speicher brauchen |
| HPE Alletra 5000 | Hybrid-Speicher mit Flash-Cache, Deduplizierung und Kompression | wachsende Umgebungen mit vielen VMs, Datenbanken und Dateidiensten |
| HPE Alletra Storage MP B10000 | All-NVMe-Block- und Dateispeicher, Rechen- und Speicherteil getrennt skalierbar | große oder besonders ausfallkritische Umgebungen |
| HPE Alletra Storage MP X10000 | All-Flash-Objektspeicher (S3) | große unstrukturierte Datenmengen, KI-Datenbestände – planen wir im Einzelfall |
| HPE Storage Tape | LTO-Laufwerke, Autoloader und Bandbibliotheken | Sicherungskopie offline, Langzeitarchiv |
HPE MSA Gen7 – der gemeinsame Speicher für den kleinen Cluster
Die MSA ist das System, das wir am häufigsten verbauen. Zwei oder drei ProLiant-Server mit VMware, Hyper-V oder HPE Morpheus brauchen einen gemeinsamen Speicher, damit virtuelle Maschinen bei einem Serverausfall auf dem nächsten Host weiterlaufen. Genau dafür ist die MSA gebaut: zwei Controller, die sich gegenseitig vertreten, und eine Oberfläche, die man auch ohne Speicherspezialisten versteht.
Angeschlossen wird die MSA per SAS, iSCSI oder Fibre Channel. Bei kleinen Clustern verbinden wir die Hosts oft direkt per SAS – ohne eigene Speicher-Switches, also mit weniger Geräten, die ausfallen oder gewartet werden müssen. Wer mehr Hosts anbinden oder später erweitern will, bekommt iSCSI über redundante Switches oder Fibre Channel.
Die aktuelle Generation 7 gibt es als MSA 2070, frei mit SSDs, schnellen SAS-Festplatten oder großen Midline-Platten bestückbar, und als MSA 2072 mit zwei vorinstallierten SSDs für das automatische Tiering: Häufig genutzte Daten wandern selbsttätig auf Flash, selten genutzte auf Festplatten. Snapshots sind eingebaut; für Tiering und die Replikation auf ein zweites MSA-System braucht es die Lizenz „Advanced Data Services“, die bei der MSA 2072 bereits enthalten ist. Erweitert wird mit zusätzlichen Laufwerksgehäusen, ohne das System anzuhalten; nach HPE-Angaben bis in den Petabyte-Bereich.
Was die MSA nicht kann: Deduplizierung und Kompression. Jedes Terabyte, das Sie speichern, belegt ein Terabyte. Bei den typischen Datenmengen im Mittelstand ist das selten ein Problem – aber es gehört in die Rechnung, bevor man sich zwischen MSA und Alletra entscheidet.
HPE Alletra 5000 – mehr Daten, weniger Platz
Die Alletra 5000 stammt aus der Nimble-Linie, die HPE 2017 übernommen hat. Sie kombiniert einen Flash-Cache mit großen Festplatten: Schreibzugriffe landen gesammelt auf den Platten, Lesezugriffe kommen überwiegend aus dem Flash. Dazu kommen Deduplizierung und Kompression im laufenden Betrieb und ein RAID-Verfahren, das nach HPE-Angaben drei gleichzeitige Plattenausfälle übersteht. Angeschlossen wird per iSCSI oder Fibre Channel.
Die Stärke der Alletra 5000 ist HPE InfoSight: Die Systeme melden ihre Betriebsdaten an HPE, wo sie mit den Daten aller anderen Installationen abgeglichen werden. Probleme, die anderswo schon aufgetreten sind – ein fehlerhafter Treiber, eine ungünstige Firmware-Kombination –, werden erkannt, bevor sie bei Ihnen zuschlagen. Die Baureihe reicht vom Einstiegsmodell 5010H bis zur 5050; welches Modell passt, ergibt sich aus Kapazität und Last, die wir vorher messen.
HPE Alletra Storage MP – B10000 und X10000
Mit der Plattform Alletra Storage MP baut HPE seine Speichersysteme neu auf: gleiche Hardwarebausteine, auf denen je nach Software ein Block- oder ein Objektspeicher läuft. Controller-Leistung und Kapazität lassen sich getrennt erweitern, statt – wie bei klassischen Systemen – immer beides zusammen kaufen zu müssen.
HPE Alletra Storage MP B10000
Die B10000 ist der Nachfolger der 3PAR- und Primera-Systeme: durchgehend NVMe-Flash, für Block- und Dateidienste, mit Deduplizierung, Kompression und eingebauter Erkennung von Ransomware-Mustern. HPE gibt für die B10000 eine Verfügbarkeitsgarantie von 100 Prozent – eine vertragliche Zusage des Herstellers mit eigenen Bedingungen, die wir mit Ihnen vor dem Kauf durchgehen. Sinnvoll ist die B10000 dort, wo viele Hosts, große Datenbanken oder ein zweites Rechenzentrum im Spiel sind.
HPE Alletra Storage MP X10000
Die X10000 ist ein All-Flash-Objektspeicher mit S3-Schnittstelle, gedacht für große unstrukturierte Datenbestände, etwa als Datenbasis für KI-Anwendungen. Im typischen Mittelstand ist das selten der erste Bedarf; wo es passt, planen wir sie im Einzelfall.
HPE Storage Tape – die Kopie, die offline bleibt
Band gilt als altmodisch, bis ein Verschlüsselungstrojaner alle erreichbaren Sicherungen gelöscht hat. Ein Band, das aus dem Laufwerk genommen im Schrank liegt, kann über das Netz niemand verschlüsseln oder löschen. Deshalb ist Band bei uns für viele Kunden die dritte Kopie nach der 3-2-1-Regel: produktive Daten auf dem Speichersystem, die tägliche Sicherung mit Veeam auf einem schnellen Plattenziel, und in regelmäßigen Abständen eine Kopie auf Band.
HPE vertreibt die frühere StoreEver-Linie heute als HPE Storage Tape: einzelne LTO-Laufwerke für den Server, den Autoloader MSL 1/8 mit acht Bandplätzen und die Bibliotheken MSL2024 und MSL3040 für größere Datenmengen. Ein LTO-9-Band fasst 18 TB unkomprimiert; LTO-10 hebt das auf 30 TB. Welche Laufwerksgeneration für welches Gerät lieferbar ist, prüfen wir zum Angebotszeitpunkt.
Veeam schreibt direkt auf Band, auch mit Verschlüsselung, und verwaltet den Bandbestand. Für Aufbewahrungspflichten gibt es WORM-Bänder, die sich nicht überschreiben lassen.
Wann wir von einem HPE-Speichersystem abraten
- Nur ein Server. Wer einen einzelnen Host betreibt, braucht keinen gemeinsamen Speicher. Die Platten gehören dann in den Server selbst – das ist günstiger und hat eine Fehlerquelle weniger.
- Nur als Sicherungsziel. Für die tägliche Veeam-Sicherung ist ein Primärspeicher wie die MSA zu teuer. Dafür setzen wir ein Synology-NAS als Ziel ein – und umgekehrt kein NAS als Speicher für produktive VMs.
- Wenn Verwaltung aus der Cloud nicht in Frage kommt. Alletra-Systeme werden über die Cloud-Konsole von HPE GreenLake verwaltet, und InfoSight lebt von den Betriebsdaten, die das System an HPE sendet. Die Nutzdaten bleiben bei Ihnen – wer aber auch Verwaltungs- und Telemetriedaten nicht beim Hersteller haben möchte, ist mit der lokal verwalteten MSA besser bedient.
- Band als einzige Sicherung. Die Wiederherstellung vom Band dauert. Band ist die Rückversicherung für den schlimmsten Fall, nicht der Weg, um am Montagmorgen eine gelöschte Datei zurückzuholen.
So arbeiten wir mit HPE-Speicher
Vor jedem Angebot messen wir, was Ihre Umgebung heute tatsächlich an Kapazität und Last braucht, statt nach Gefühl zu dimensionieren. Dann liefern wir das System, bauen es ein – bei Ihnen oder in einem Rechenzentrum –, binden die Hosts an, richten Snapshots und Replikation ein und ziehen die virtuellen Maschinen vom alten Speicher um, in der Regel im laufenden Betrieb. Danach überwachen wir das System im Rahmen unserer Managed-IT-Leistungen und kümmern uns um Firmware und Austauschteile. Die Laufzeit der HPE-Serviceverträge planen wir dabei von Anfang an so, dass sie zur geplanten Nutzungsdauer passt.
Häufige Fragen
Welches HPE-Speichersystem passt für einen kleinen Virtualisierungscluster?
Für zwei bis vier Hosts ist die HPE MSA meist die richtige Wahl. Sie hat zwei redundante Controller, lässt sich per SAS direkt an die Server anschließen und wird ohne Speicherspezialisten verwaltet.
Was unterscheidet die HPE MSA von der Alletra 5000?
Die MSA speichert jedes Terabyte eins zu eins und wird lokal verwaltet. Die Alletra 5000 dedupliziert und komprimiert, nutzt einen Flash-Cache und wird über die HPE-Cloud-Konsole mit InfoSight-Analyse verwaltet. Sie lohnt sich bei größeren Datenmengen und vielen VMs.
Hat die HPE MSA Deduplizierung?
Nein. Die MSA bietet Tiering, Snapshots und Replikation, aber weder Deduplizierung noch Kompression. Wer darauf angewiesen ist, ist bei der Alletra 5000 oder der Alletra MP B10000 richtig.
Braucht man heute noch Bandsicherung?
Nicht jeder, aber sie ist eine der wenigen Sicherungen, die ein Angreifer über das Netz nicht erreichen kann. Wir setzen Band als zusätzliche Offline-Kopie neben der täglichen Veeam-Sicherung auf Platte ein.
Wie viele Daten passen auf ein LTO-Band?
Ein LTO-9-Band fasst 18 TB unkomprimiert, ein LTO-10-Band 30 TB. Welche Laufwerksgeneration für welches HPE-Gerät lieferbar ist, prüfen wir zum Angebotszeitpunkt.
Müssen HPE-Alletra-Systeme über die Cloud verwaltet werden?
Ja, Alletra-Systeme werden über die Cloud-Konsole von HPE GreenLake verwaltet und senden Betriebsdaten an HPE InfoSight. Die gespeicherten Nutzdaten bleiben im System. Wer das ausschließen möchte, wählt die lokal verwaltete MSA.
Können die virtuellen Maschinen im laufenden Betrieb auf ein neues Speichersystem umziehen?
In der Regel ja. VMware, Hyper-V und HPE Morpheus verschieben virtuelle Maschinen zwischen Speichersystemen, ohne sie anzuhalten. Den Umzug planen wir so, dass der alte Speicher bis zum Abschluss als Rückweg bestehen bleibt.
Sprechen wir über Ihr Vorhaben.
Wir hören zu, bevor wir empfehlen. Erzählen Sie uns, wo es hakt – wir melden uns kurzfristig zurück.
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