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Proxmox

Proxmox VE in Berlin – Virtualisierung, Migration und Betrieb

Wir planen, bauen und betreuen Proxmox-Umgebungen für Unternehmen in Berlin und Brandenburg – auf Ihren eigenen Servern oder als Private Cloud in den Rechenzentren der NMMN. Wer von VMware kommt, bekommt dazu einen Migrationsplan mit Probelauf und Rückfalloption.

Was Proxmox ist – und warum es gerade überall Thema ist

Proxmox Virtual Environment, kurz Proxmox VE, ist eine Plattform für Servervirtualisierung. Sie betreibt vollwertige virtuelle Maschinen auf Basis von KVM und schlanke Linux-Container (LXC), verwaltet Speicher, Netzwerke und Hochverfügbarkeit und bringt dafür eine Weboberfläche mit, für die kein eigener Managementserver installiert werden muss. Entwickelt wird sie von der Proxmox Server Solutions GmbH in Wien, seit 2008 und ohne Investorenkapital.

Die Software steht unter der Open-Source-Lizenz GNU AGPLv3. Sie darf auch im Unternehmen kostenlos eingesetzt werden, der Quellcode ist öffentlich. Geld verdient der Hersteller mit Subskriptionen, die Zugang zu besonders getesteten Updates und zum Herstellersupport geben – dazu unten mehr. Nach Angaben von Proxmox laufen inzwischen über zwei Millionen Hosts weltweit mit Proxmox VE.

Dass die Plattform in den letzten zwei Jahren aus der Nische in die Serverräume des Mittelstands gewandert ist, hat einen Grund: die Übernahme von VMware durch Broadcom und die Lizenzpolitik, die darauf folgte. Was sich dort geändert hat und wie ein Wechsel abläuft, steht auf unserer Seite zum VMware-Exit.

Bei uns ist Proxmox VE die Empfehlung, wenn Sie eine lizenzkostenfreie Plattform suchen und den Umstieg auf Open Source nicht scheuen. Bestehende VMware- und Hyper-V-Umgebungen betreuen wir weiter, bis der Wechsel für Sie wirtschaftlich und organisatorisch passt – was sinnvoll ist, entscheiden wir mit Ihnen und nicht nach Produktkatalog. Mehr zu unseren Leistungen rund um Server und Storage.

Ein Punkt gehört dabei offen auf den Tisch: Die Server, die wir liefern, kommen meist von HPE – und HPE führt Proxmox VE nicht in seiner Zertifizierungsmatrix, bietet dafür also keinen Herstellersupport. In der Praxis läuft Proxmox auf aktuellen ProLiant-Servern zuverlässig. Die Hardwaregarantie bleibt bei HPE, Support für die Software kommt über die Proxmox-Subskription, und SSP führt beides für Sie zusammen. Ist Herstellersupport für den gesamten Stapel Pflicht, sind HPE Morpheus VM Essentials oder Hyper-V die bessere Wahl. Alle Plattformen im Vergleich stehen auf unserer Seite zur Virtualisierung.

Drei Wege, Proxmox bei Ihnen zu betreiben

Proxmox ist keine Entscheidung für einen bestimmten Standort. Dieselbe Plattform läuft im Serverraum in Lankwitz genauso wie in einem Rechenzentrum in Moabit – und genau das macht Mischformen einfach. Wir unterscheiden drei Betriebsmodelle:

ModellWo die Hardware stehtWer was betreibtPasst, wenn …
Im eigenen ServerraumIhre Server in Ihrem Haus, bei uns meist HPE ProLiantSSP plant, installiert, überwacht und patcht; Ihre Administratoren behalten vollen Zugriff… Sie einen funktionierenden Serverraum haben und behalten wollen
Hosted Private Cloud der NMMNDedizierte Hardware in den Rechenzentren der NMMN, auf Wunsch über mehrere Standorte verteilt – auch in BerlinNMMN betreibt die Plattform, SSP berät, migriert und betreut Ihre Systeme darauf… der Serverraum weg soll, Sie Georedundanz brauchen oder keine Hardware mehr kaufen möchten
Managed Shared Cloud der NMMNEin gebuchter Ressourcenpool aus vCPU, Arbeitsspeicher und Speicher auf einer gemeinsamen PlattformNMMN betreibt die Plattform, Sie oder wir verwalten die virtuellen Maschinen… es um wenige Server geht und eigene Hardware sich nicht rechnet
Alle drei Modelle basieren auf Proxmox VE. Die Rechenzentrumsmodelle werden von NMMN erbracht, SSP bleibt Ihr Ansprechpartner.

In der Praxis sind Kombinationen häufig: Die Produktivsysteme laufen im eigenen Haus, die Datensicherung und ein Wiederanlaufsystem in einem Rechenzentrum. Oder umgekehrt – die Kernsysteme ziehen in die Private Cloud mit Proxmox und Ceph, vor Ort bleibt nur, was vor Ort gebraucht wird. Welche Standorte es gibt, zeigt unsere Übersicht der Rechenzentrumsstandorte.

Wie viele Server es braucht

Die häufigste Frage im Erstgespräch – und die Antwort hängt daran, was passieren soll, wenn ein Server ausfällt.

AufbauWas bei Ausfall eines Hosts passiertTypischer Einsatz
Ein einzelner HostDie virtuellen Maschinen stehen, bis der Host repariert oder aus der Sicherung wiederhergestellt istNebenstandorte, Test- und Laborumgebungen
Zwei Hosts mit Replikation und externem QuorumDie Maschinen starten auf dem zweiten Host neu – mit dem Datenstand der letzten Replikation, die sich bis in den Minutentakt einstellen lässtKleinere Umgebungen, die kurze Unterbrechungen verkraften
Drei oder mehr Hosts mit CephDie Maschinen starten automatisch auf den übrigen Hosts neu, ohne Datenverlust; der Speicher repariert sich selbstDer Regelfall für produktive Umgebungen mit Hochverfügbarkeit
Hosts mit gemeinsamem SpeichersystemAutomatischer Neustart auf einem anderen Host; der Speicher selbst muss redundant ausgelegt seinWenn ein vorhandenes Storage-System weiter genutzt werden soll, etwa per iSCSI oder NFS

Drei Knoten sind für einen Cluster mit Hochverfügbarkeit das Mindestmaß, weil der Cluster bei einer Netzwerkstörung per Mehrheitsentscheid klären muss, welcher Teil weiterarbeitet. Bei zwei Hosts übernimmt ein kleines externes Gerät diese dritte Stimme. Als gemeinsamer Speicher kommt bei kleineren Umgebungen auch ein Synology-System in Frage – mit dem Hinweis, dass es dann selbst zum einzelnen Ausfallpunkt wird. Welche Snapshot- und Replikationsfunktionen zur Verfügung stehen, hängt von der gewählten Speicherart ab; das klären wir in der Planung, nicht erst im Betrieb.

Was Proxmox VE mitbringt

Die Funktionen, für die bei VMware höhere Editionen nötig waren, sind bei Proxmox im Grundumfang enthalten. Die wichtigsten für den Betrieb im Mittelstand:

  • Cluster und Hochverfügbarkeit. Fällt ein Host aus, startet der HA-Stack die betroffenen Maschinen auf den anderen neu. Seit Version 9.2 verteilt ein dynamischer Lastausgleich laufende Maschinen selbstständig, wenn die Hosts ungleich ausgelastet sind.
  • Live-Migration. Laufende Maschinen wechseln ohne Unterbrechung den Host – so lassen sich Updates und Hardwaretausch während der Arbeitszeit erledigen.
  • Speicher nach Wahl. Ceph als verteilter Speicher direkt in den Hosts, ZFS für lokale Platten mit Snapshots und Replikation, dazu iSCSI, NFS und LVM für vorhandene Speichersysteme.
  • Netzwerk. VLANs und Linux-Bridges für den Standardfall, dazu ein integriertes Software-Defined Networking mit VXLAN, EVPN und BGP für mehrere Standorte und getrennte Mandanten.
  • Rechte und Anmeldung. Rollenbasierte Berechtigungen bis auf einzelne Maschinen, Anmeldung über Active Directory, LDAP oder OpenID Connect, Zwei-Faktor-Authentifizierung.
  • Schnittstellen. Eine vollständige REST-API und Kommandozeile, damit sich Monitoring, Automatisierung und Drittwerkzeuge anbinden lassen.
  • Proxmox Datacenter Manager. Seit Dezember 2025 in Version 1.0 verfügbar: eine zentrale Oberfläche über mehrere Cluster und Standorte hinweg, inklusive Live-Migration zwischen Clustern. Er übernimmt damit die Rolle, die in VMware-Umgebungen vCenter für den Überblick über mehrere Cluster spielt.

Aktuell ist Proxmox VE 9.2, erschienen am 21. Mai 2026, auf Basis von Debian 13.5 mit Linux-Kernel 7.0, QEMU 11.0 und Ceph Squid 19.2 bzw. Tentacle 20.2. Die Hauptversionen folgen dem Lebenszyklus von Debian: Proxmox VE 8 bekommt seit August 2026 keine Updates mehr. Wer noch darauf arbeitet, sollte das Upgrade auf Version 9 jetzt einplanen – das übernehmen wir auch für Umgebungen, die wir bisher nicht betreut haben.

Datensicherung: Proxmox Backup Server oder Veeam

Für die Sicherung gibt es zwei gute Wege, und welcher es wird, hängt vor allem daran, was bei Ihnen schon im Einsatz ist.

Proxmox Backup Server ist das Gegenstück aus demselben Haus. Er sichert virtuelle Maschinen und Container inkrementell und dedupliziert, verschlüsselt die Daten bereits auf dem Host mit AES-256-GCM und prüft ihre Integrität über Prüfsummen. Ein zweiter Backup Server an einem anderen Standort holt sich per Synchronisation nur die neuen Datenblöcke – eine Kopie außer Haus ohne große Bandbreite. Einzelne Dateien lassen sich direkt aus der Sicherung zurückholen.

Veeam unterstützt Proxmox VE über ein eigenes Plug-in. Wer Veeam bereits für seine VMware-Umgebung einsetzt, sichert nach dem Wechsel mit derselben Software weiter und behält die gewohnten Wiederherstellungswege. Für die Kopie außer Haus nutzen wir unveränderlichen Objektspeicher in den Rechenzentren der NMMN. Mehr dazu auf unserer Seite zu Veeam Backup und unter Datensicherung und Verfügbarkeit.

Subskriptionen: was sie kosten und wofür sie gut sind

Eine Subskription ist bei Proxmox keine Lizenz, sondern ein Servicevertrag. Sie gibt Zugang zum Enterprise-Repository, in dem Updates erst nach ausführlichen Tests landen, und – je nach Stufe – zum Support des Herstellers. Abgerechnet wird pro CPU-Sockel und Jahr, nicht pro Kern und nicht pro virtueller Maschine.

StufePreis je CPU-Sockel und JahrHerstellersupportGedacht für
Community120 €Kein Ticket-Support, nur Enterprise-RepositoryKleine Umgebungen, bei denen wir den Support leisten
Basic370 €3 Tickets pro Jahr, Antwort innerhalb eines WerktagsProduktivbetrieb mit geringem Supportbedarf
Standard550 €10 Tickets pro Jahr, Reaktion bei kritischen Störungen binnen 4 Stunden, Fernzugriff durch den Hersteller; rund um die Uhr laut Hersteller bis Ende 2026Der Regelfall für produktive Cluster
Premium1.100 €Unbegrenzte Tickets, Support rund um die Uhr seit 19. Oktober 2026, Reaktion bei kritischen Störungen binnen 2 Stunden, Fernzugriff durch den HerstellerUmgebungen, bei denen jede Stunde zählt
Herstellerpreise netto, Stand Oktober 2026, bei allen Proxmox-Partnern identisch. Reaktionszeiten gelten für kritische Störungen (Severity 1) innerhalb der Supportzeiten, bei Premium also rund um die Uhr. Aktuelle Konditionen: proxmox.com.

Ein Rechenbeispiel: Ein Cluster aus drei Hosts mit je zwei Prozessoren braucht sechs Subskriptionen. In der Stufe Standard sind das 3.300 € netto im Jahr – unabhängig davon, wie viele Kerne die Prozessoren haben und wie viele virtuelle Maschinen darauf laufen.

Pflicht ist eine Subskription nicht. Wir empfehlen sie für jede produktive Umgebung trotzdem, aus zwei Gründen: Die getesteten Updates des Enterprise-Repositorys sind für den Betrieb die ruhigere Wahl, und im seltenen Fall eines Fehlers in der Software selbst können wir den Hersteller direkt einschalten. Die erste Anlaufstelle bleiben dabei wir.

Premium-Support seit 19. Oktober 2026 rund um die Uhr

Seit dem 19. Oktober 2026 ist der Herstellersupport der Premium-Subskription weltweit rund um die Uhr erreichbar, direkt von Proxmox und über alle Zeitzonen hinweg. Das gilt für alle neuen und bestehenden Premium-Subskriptionen für Proxmox VE, Proxmox Backup Server und Proxmox Datacenter Manager. Enthalten sind:

  • Support 24/7, auch an Wochenenden und Feiertagen
  • garantierte Erstreaktion innerhalb von 2 Stunden bei kritischen Anfragen (Severity 1)
  • unbegrenzte Support-Tickets
  • direkter Zugang zu den Technikern des Herstellers

Für die Stufe Standard öffnet Proxmox den Zugang rund um die Uhr laut Ankündigung in einem Onboarding im vierten Quartal 2026; bei Basic bleiben die bisherigen Reaktionszeiten. Damit fällt ein häufiger Einwand gegen Proxmox im Unternehmenseinsatz weg: dass außerhalb der österreichischen Geschäftszeiten niemand beim Hersteller erreichbar ist.

An der Reihenfolge ändert sich für Sie nichts: Erste Anlaufstelle sind wir, den Hersteller schalten wir ein, wenn die Ursache in der Software selbst liegt. Rund um die Uhr hilft Premium allerdings nur, wenn auch nachts jemand die Störung bemerkt und den Fall eröffnet – ob sich die Stufe für Sie lohnt, klären wir anhand Ihrer Systeme und Betriebszeiten. Premium-Subskriptionen beim Hersteller · Pressemitteilung von Proxmox (englisch)

Proxmox Silver Partner über die NMMN

Unser Zugang zu Proxmox läuft über die NMMN: Den Status als Proxmox Silver Partner hält die NMMN, über sie beziehen wir Subskriptionen und den direkten Weg zum Hersteller. NMMN betreibt Proxmox- und Ceph-Cluster seit Jahren produktiv in ihren Rechenzentren; in Proxmox-Projekten arbeiten wir eng mit diesem Team zusammen. SSP selbst hat bei Proxmox noch keinen eigenen Partnerstatus – wir sagen das so offen, weil es für Ihre Entscheidung eher wichtig ist zu wissen, wer im Ernstfall am Cluster steht.

Für Sie heißt das: ein fester Ansprechpartner in Berlin, der Ihre gesamte IT kennt – vom Arbeitsplatz über das Netzwerk bis zur Sicherung –, und dahinter die Plattformerfahrung eines Rechenzentrumsbetreibers. SSP arbeitet seit 1990 als Systemhaus in Berlin-Lankwitz, betreut typischerweise Unternehmen mit 10 bis 200 Mitarbeitenden und sagt eine Reaktionszeit von vier Stunden zu. Den laufenden Betrieb übernehmen wir im Rahmen unserer Managed-IT-Leistungen.

Wo Proxmox nicht die richtige Antwort ist

Proxmox ist für die meisten Umgebungen im Mittelstand eine sehr gute Wahl. Für alle ist es das nicht, und wir sagen Ihnen lieber vorher, wann wir abraten:

  • Wenn ein Softwarehersteller nur VMware freigibt. Manche Branchenlösungen, Appliances und medizinische Systeme sind ausdrücklich nur für vSphere zertifiziert. Das prüfen wir vor jeder Migration – eine Maschine, für die der Hersteller den Support verweigert, bleibt im Zweifel, wo sie ist.
  • Wenn gerade viel Geld in ein Fibre-Channel-SAN geflossen ist. Es lässt sich einbinden, aber nicht mit dem Komfort, den vSphere dafür bietet. Dann gehört das SAN in die Planung, und der Wechsel folgt eher dem Abschreibungszyklus.
  • Wenn niemand Linux anfassen soll und kein Betreuungsvertrag gewünscht ist. Proxmox basiert auf Debian. Mit der Weboberfläche kommt man weit, im Fehlerfall aber nicht ohne Linux-Kenntnisse – entweder im eigenen Team oder bei uns.
  • Wenn die Umgebung stark auf VMware-Zusatzprodukte baut. Mikrosegmentierung mit NSX, automatisierte Wiederanlaufpläne mit Site Recovery Manager oder eine VDI-Umgebung mit Horizon haben bei Proxmox keine Eins-zu-eins-Entsprechung. Das ist lösbar, aber ein eigenes Projekt.

Keiner dieser Punkte ist ein Ausschlusskriterium für die ganze Umgebung. Oft läuft es auf eine Aufteilung hinaus: Der Großteil zieht um, einzelne Systeme bleiben vorerst, wo sie sind.

Weiterführend

Proxmox-Ressourcen: Bücher, Dokumentation, Forum, Videos und Quellcode

Wer sich selbst tiefer in Proxmox einarbeiten möchte, findet beim Hersteller umfangreiches Material. Die Links führen zur Proxmox Server Solutions GmbH in Wien, die meisten Seiten sind auf Englisch.

  • Proxmox-Bücher – Fachbücher zu Proxmox Virtual Environment, gesammelt in der Bibliografie der offiziellen Dokumentation.
  • Offizielle Dokumentation – die vollständige technische Dokumentation zu Proxmox VE, Proxmox Backup Server und Proxmox Datacenter Manager.
  • Community-Forum – nach Lösungen suchen oder Fragen an die Community und das Proxmox-Team stellen.
  • Video-Tutorials – Anleitungen des Herstellers zu Installation, Konfiguration und Betrieb.
  • Quellcode (Git) – Proxmox steht unter der Open-Source-Lizenz GNU AGPLv3, der komplette Quellcode ist öffentlich einsehbar.
  • Subskriptionen und Premium-Support – Preise und Leistungen der Enterprise-Pläne von Community bis Premium; Premium seit 19. Oktober 2026 mit Herstellersupport rund um die Uhr.

Fragen auf Deutsch beantworten wir Ihnen gern selbst – sprechen Sie uns an.

Häufige Fragen

Ist Proxmox VE wirklich kostenlos?

Ja. Proxmox VE steht unter der Open-Source-Lizenz GNU AGPLv3 und darf auch im Unternehmen ohne Lizenzkosten eingesetzt werden, mit vollem Funktionsumfang inklusive Cluster, Hochverfügbarkeit und Live-Migration. Kosten entstehen für Hardware, für den Betrieb und – optional – für eine Subskription beim Hersteller, die Zugang zu getesteten Updates und Herstellersupport gibt. Sie wird pro CPU-Sockel und Jahr berechnet, nicht pro Kern.

Ist Proxmox VE für den produktiven Einsatz im Unternehmen geeignet?

Ja. Proxmox VE wird seit 2008 entwickelt und läuft nach Herstellerangaben auf über zwei Millionen Hosts weltweit, vom Einzelserver bis zu großen Clustern. Technisch baut es auf etablierten Komponenten auf: Debian, KVM, QEMU, Ceph und ZFS. Entscheidend für den stabilen Betrieb sind weniger die Funktionen als eine saubere Planung von Speicher und Netzwerk, getestete Updates und eine funktionierende Sicherung.

Was kostet eine Proxmox-Subskription?

Die Herstellerpreise liegen im Oktober 2026 bei 120 € (Community), 370 € (Basic), 550 € (Standard) und 1.100 € (Premium) netto je CPU-Sockel und Jahr; sie sind bei allen Partnern identisch. Ein Cluster aus drei Hosts mit je zwei Prozessoren kostet in der Stufe Standard damit 3.300 € im Jahr, unabhängig von Kernzahl und Anzahl der virtuellen Maschinen.

Gibt es für Proxmox Herstellersupport rund um die Uhr?

Ja, mit der Premium-Subskription. Seit dem 19. Oktober 2026 ist der Herstellersupport dort weltweit rund um die Uhr erreichbar, auch an Wochenenden und Feiertagen, mit garantierter Erstreaktion innerhalb von 2 Stunden bei kritischen Anfragen und unbegrenzten Tickets. Das gilt für Proxmox VE, Proxmox Backup Server und Proxmox Datacenter Manager. Für Standard kündigt Proxmox den Support rund um die Uhr bis Ende 2026 an, bei Basic bleibt es bei den bisherigen Zeiten. Erste Anlaufstelle bleiben in jedem Fall wir.

Brauchen wir drei Server für einen Proxmox-Cluster?

Für echte Hochverfügbarkeit mit Ceph-Speicher sind drei Hosts das Mindestmaß, weil der Cluster bei einer Störung per Mehrheit entscheiden muss. Mit zwei Hosts geht es auch: Ein kleines externes Gerät liefert dann die dritte Stimme, und die Maschinen werden zwischen den Hosts repliziert, bis in den Minutentakt. Ein einzelner Host ist für Nebenstandorte oder Testumgebungen sinnvoll, bietet aber keine Ausfallsicherheit.

Laufen unsere Windows-Server unter Proxmox?

Ja. Windows Server läuft unter Proxmox VE als vollwertige virtuelle Maschine auf Basis von KVM; für volle Leistung installieren wir die VirtIO-Treiber und den Gastagenten. An der Lizenzierung von Windows Server ändert der Wechsel des Hypervisors im eigenen Serverraum nichts, denn sie richtet sich nach den physischen Kernen des Hosts. Für Rechenzentrumsmodelle gelten eigene Regeln, die wir im Projekt mit Ihnen durchrechnen.

Wie sichern wir eine Proxmox-Umgebung?

Mit dem Proxmox Backup Server oder mit Veeam, das Proxmox VE über ein eigenes Plug-in unterstützt. Welcher Weg es wird, hängt meist daran, was schon im Einsatz ist. In beiden Fällen gehört eine zweite Kopie außer Haus dazu, etwa auf unveränderlichem Objektspeicher in den Rechenzentren der NMMN.

Ist SSP zertifizierter Proxmox-Partner?

Der Status als Proxmox Silver Partner kommt über die NMMN: Sie ist bei Proxmox als Silver Partner gelistet, über sie beziehen wir Subskriptionen und den Zugang zum Hersteller. SSP selbst hat bei Proxmox noch keinen eigenen Partnerstatus. NMMN betreibt Proxmox- und Ceph-Cluster in ihren Rechenzentren. In Proxmox-Projekten arbeiten wir mit diesem Team eng zusammen.

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